Der letzte Bericht aus der Ukraine. Wir sind in Kerch und wollen morgen die Fähre nach Russland nehmen. Es sind jetzt zwei Monate um und wir haben 3000km auf der Uhr. Die letzten zwei Wochen haben wir wie schon erwähnt gefaulenzt und die Zeit totgeschlagen, jetzt gehts wieder ans radeln. Die Route durch Russland haben wir etwas umgeplant, es soll über Rostov, Volgograd und Saratov zur kasachischen Grenze gehen.
Bis bald Eure Reisenden Livia und Olaf.
Tags: Fähre, Kerch, livia, olaf, Russland, Saratov, Ukraine, Volgograd
Mal wieder ein kurzes update. Haben den Dnepr überquert und sind auf der Krim angekommen. Sind jetzt in Feodossija 100km vor der russischen Grenze genießen den beginnenden Sommer am Strand und machen ein paar Ausflüge, hauptsächlich sind wir aber faul, “was weiß denn ich wie faul die sind” (Bang Boom Bang).
Tags: bang boom bang, Dnepr, Feodossija, Krim, Radreise, Sabbatjahr
Sind gerade den zweiten Tag in Mikolaiv und der Himmel ist schwarz. Hier haben wir eine schöne Pension mit sehr netten Gastgebern und kostenlosem WLAN da haben wir gedacht bleiben wir einfach hier. Bei dem Wetter müssen wir nicht auf die Strasse vor allem weil wir einen Puffer von über 10 Tagen haben. Unser Visum für Russland beginnt erst am 01.06. Morgen radeln wir dann weiter und wollen in sechs Tagen in Feodosiia auf der Krim sein, dort haben wir im Internet einen schönen Bungalowpark gefunden und hoffen das der schon geöffnet hat, die Saison hat hier noch nicht begonnen die Campingplätze waren bis jetzt immer geschlossen.
Wir melden uns wieder von der Krim, bleibt alle schön gesund. Eure heute den ganzen Tag im Bett bleibenden Livia und Olaf.
Tags: Campingplatz, Krim, livia, olaf, Russland, Visum, wlan
Nach Galati ging es nach nur zwei Stunden Aufenthalt für drei Stempel und mehrfachen Erklärungen, dass wir keine Motorräder sondern Fahrräder haben, über die Grenze in die Ukraine und raus aus der EU was uns auch mehrfach gesagt wurde.
Hier sind wir noch fast 200km durchs Donaudelta gefahren. Das Land ist sehr stark landwirtschaftlich genutzt und es scheint das die Kolchosen hier weiter geführt wurden. Riesige Felder und Fischereizuchtbetriebe die alle intakt sind, anders als in Rumänien wo fast alles von Kleinbauern beackert wird. Die Landschaft bietet nicht viel Abwechslung dafür aber die Tierwelt, ohne Ende Vögel, Schlangen und Fische. Wir haben das erste Mal Pelikane in freier Wildbahn gesehen. Hier im Delta gestaltet sich die Suche nach Unterkünften etwas schwierig, da die Orte nicht auf Touristen eingestellt sondern für работй, работй. Hier können wir endlich unsere stark eingerosteten Russischkenntnisse auffrischen. Es ist sehr von Vorteil, dass wir alles lesen koennen und wir lernen jeden Tag dazu und können mittlerweile wieder halbwegs sinnvolle Sätze sprechen. In Tartarbunary haben wir mal ein paar Touristen getroffen, die drei Männer aus Österreich machen eine dreiwöchige Osteuropatour mit Motorrädern, es war ein fröhlicher Abend, aber das letzte Bier war wohl schlecht. Der nächste Tag lief ein wenig teigig an vor allem weil wir auch noch starken Gegenwind hatten.
Am 08.05. sind wir in Odessa eingelaufen wo wir schon wieder mal eine glückliche Begegnung hatten. Livia war gerade im Hauptbahnhof um eventuell eine Touristinformation zu finden während ich draussen an den Rädern wartete. Auf einmal parkt neben mir ein Fahrzeug ein Mann steigt aus begrüsst mich auf englisch und drückt mir mehrere Minimaps of Odessa in die Hand. Auf die Frage ob er eventuell ein gutes preiswertes Hotel kennt gibt er sich als Direktor des Touristikamtes von Odessa zu erkennen, zückt sein Handy und ruft ein Hotel an und reserviert uns ein Zimmer. Entweder ich sah so hilflos aus oder ich habe einfach das Glück der Dummen. Ist egal wir haben jetzt ein Zimmer im Hotel Moldova im sechsten Stock und schauen von unserem riesigen Balkon aufs Schwarze Meer fuer 38€ pro Nacht mit Frühstück. Wir bleiben jetzt vier Tage hier und waschen erstmal unsere Plünnen, es war notwendig.
Gestern 09.05. war in allen Staaten der ehemaligen Sowjetunion ein grosser Feiertag (welcher brauchen wir wohl nicht erwähnen) die Menschen waren alle rausgeputzt und brachten Blumen an die unzähligen Denkmäler des Vaterländischen Krieges, wir sahen sehr viele Veteranen in Uniformen von oben bis unten mit Orden behangen. Besonders beeindruckt hat uns wie oft wir kleine Kinder sahen die den alten Helden Blumen übergaben und sich bedankten. Abends gab es Salutschüsse und Feuerwerk.
Wir haben versucht eine Fähre von Odessa nach Sewastopol zu bekommen aber leider fährt die nur im Sommer, dann müssen wir wohl doch Fahrrad fahren es sind noch knapp 700km zur Grenze nach Kerch und wir können erst ab 01.06. nach Russland es ist also noch viel Zeit. Am 12.05. fahren wir Richtung Krim und werden uns von dort wieder melden. Viele Grüsse Livia und Olaf.
Tags: Donau, Fahrrad, Krim, livia, olaf, Rumänien, Russland