Welcome to Mongolia
Nach ein paar schönen Tagen in Barnaul ging es wieder aufs Rad in Richtung Mongolei. Die ersten zwei Tage war die Landschaft noch unspektakulär, wie man sich Sibirien vorstellt, Birkenwäldchen, kleine Seen, Holzhäuser und Weite. Dann erreichten wir den Katun und waren mitten im Altai. Wir radelten 10 Tage durch schönste Landschaft im Herbst und fanden immer super Schlafplätze mit Fluss. Nach 2 Pässen wurde die Landschaft auf einmal wieder zur Steppe und es wurde schwieriger Wasser und Brennmaterial für unser abendliches Feuer zu finden. Tagelang sind wir auf über 2000m und die Nächte sind dementsprechend kalt, morgens ist das Wasser in den Säcken und Flaschen gefroren. Unsere neueste Wärmequelle besteht aus Kuh- Pferde oder Yakdung den wir tagsüber einsammeln, ist echt super, riecht ein wenig nach Ammoniak, aber wärmt und brennt super.
Bis zur mongolischen Grenze fahren wir immer höher und haben den ganzen Tag die schneebedeckten Gipfel des Altai um uns herum. An der Grenze dürfen wir nicht mit dem Fahrrad weiter und müssen auf einen Bus steigen. Bei der russischen Ausreise will der Beamte von jedem 50€ Strafe, weil wir uns nicht alle drei Tage registriert haben. Jibt et aba nich. Nach einer halben Stunde kommt Olaf aus dem Büro mit den Ausreisestempeln in den Pässen und hat nichts bezahlt. Man kann der gut russisch, oder was auch immer
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Jetzt gehts in die Mongolei genau hinterm Schlagbaum auf 2480m hört der Asphalt auf und jeder fährt wo es gerade am besten ist, es ziehen sich viele Spuren nebeneinander.
Was wir schon wussten bekommen wir bald zu spüren: es ist zu spät für die Mongolei, der Winter kommt. Alle Flussbetten sind trocken und Hirten gibt es auch kaum noch. Im dünnst besiedelten Land der Erde gibt es nicht alle 80km ein Dorf, da sind es schon mal 250km.
Kurz vor Olgii kommt nochmal ein krasser Pass, es geht innerhalb von 5km von 2200m auf über 2600m und die Geröllpiste geht einfach steil gerade hoch. Danach geht es bis Olgii nur noch bergab und 30km vor der Stadt gibt es sogar Asphalt, so das wir schon früh dort sind und uns nach 18 Nächten im Zelt mal wieder ein Zimmer nehmen. Das Zimmer ist kalt, Heizung und Toilette funktionieren nicht aber für 5€ pro Person ist es ok.
Wegen des Winteranfangs haben wir entschieden die 250km bis Hovd noch mit dem Rad zu fahren, weil die Landschaft sehr schön sein soll. Von dort aus wollen wir dann mit dem Bus nach Ulan Bator und die Gegend dort per Rad erkunden. Reisende die aus der Richtung mit dem Jeep gekommen sind haben uns geraten es so zu machen, selbst sie hatten mit dem Auto Probleme Wasser zu bekommen, weil die Hirten bei denen man sonst etwas bekommt alle schon im Winterquartier sind. Ausserdem wird die Landschaft ab Hovd wieder Steppe, das hatten wir in Kasachstan genug.
Jetzt noch was anderes, wenn unter Euch die Ihr das lest jemand ist dem das gefällt was wir hier machen, könnt Ihr Euch ja überlegen unserem Reisegefährten Michael ein wenig bei seiner Reisekasse unter die Arme zu greifen. Sein Budget ist durch Visabeschaffungen und teure Lebenskosten in Russland sehr stark dezimiert und so richtig weiß er noch nicht wie er mit der Transsib von Ulan Bator nach Hause kommen soll. Also klickt einfach hier rein dann kommt Ihr auf Michas Seite.
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