Monatsarchiv für September 2009

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Welcome to Mongolia

Nach ein paar schönen Tagen in Barnaul ging es wieder aufs Rad in Richtung Mongolei. Die ersten zwei Tage war die Landschaft noch unspektakulär, wie man sich Sibirien vorstellt, Birkenwäldchen, kleine Seen, Holzhäuser und Weite. Dann erreichten wir den Katun und waren mitten im Altai. Wir radelten 10 Tage durch schönste Landschaft im Herbst und fanden immer super Schlafplätze mit Fluss. Nach 2 Pässen wurde die Landschaft auf einmal wieder zur Steppe und es wurde schwieriger Wasser und Brennmaterial für unser abendliches Feuer zu finden. Tagelang sind wir auf über 2000m und die Nächte sind dementsprechend kalt, morgens ist das Wasser in den Säcken und Flaschen gefroren. Unsere neueste Wärmequelle besteht aus Kuh- Pferde oder Yakdung den wir tagsüber einsammeln, ist echt super, riecht ein wenig nach Ammoniak, aber wärmt und brennt super.
Bis zur mongolischen Grenze fahren wir immer höher und haben den ganzen Tag die schneebedeckten Gipfel des Altai um uns herum. An der Grenze dürfen wir nicht mit dem Fahrrad weiter und müssen auf einen Bus steigen. Bei der russischen Ausreise will der Beamte von jedem 50€ Strafe, weil wir uns nicht alle drei Tage registriert haben. Jibt et aba nich. Nach einer halben Stunde kommt Olaf aus dem Büro mit den Ausreisestempeln in den Pässen und hat nichts bezahlt. Man kann der gut russisch, oder was auch immer ;) .
Jetzt gehts in die Mongolei genau hinterm Schlagbaum auf 2480m hört der Asphalt auf und jeder fährt wo es gerade am besten ist, es ziehen sich viele Spuren nebeneinander.
Was wir schon wussten bekommen wir bald zu spüren: es ist zu spät für die Mongolei, der Winter kommt. Alle Flussbetten sind trocken und Hirten gibt es auch kaum noch. Im dünnst besiedelten Land der Erde gibt es nicht alle 80km ein Dorf, da sind es schon mal 250km.
Kurz vor Olgii kommt nochmal ein krasser Pass, es geht innerhalb von 5km von 2200m auf über 2600m und die Geröllpiste geht einfach steil gerade hoch. Danach geht es bis Olgii nur noch bergab und 30km vor der Stadt gibt es sogar Asphalt, so das wir schon früh dort sind und uns nach 18 Nächten im Zelt mal wieder ein Zimmer nehmen. Das Zimmer ist kalt, Heizung und Toilette funktionieren nicht aber für 5€ pro Person ist es ok.
Wegen des Winteranfangs haben wir entschieden die 250km bis Hovd noch mit dem Rad zu fahren, weil die Landschaft sehr schön sein soll. Von dort aus wollen wir dann mit dem Bus nach Ulan Bator und die Gegend dort per Rad erkunden. Reisende die aus der Richtung mit dem Jeep gekommen sind haben uns geraten es so zu machen, selbst sie hatten mit dem Auto Probleme Wasser zu bekommen, weil die Hirten bei denen man sonst etwas bekommt alle schon im Winterquartier sind. Ausserdem wird die Landschaft ab Hovd wieder Steppe, das hatten wir in Kasachstan genug.
Jetzt noch was anderes, wenn unter Euch die Ihr das lest jemand ist dem das gefällt was wir hier machen, könnt Ihr Euch ja überlegen unserem Reisegefährten Michael ein wenig bei seiner Reisekasse unter die Arme zu greifen. Sein Budget ist durch Visabeschaffungen und teure Lebenskosten in Russland sehr stark dezimiert und so richtig weiß er noch nicht wie er mit der Transsib von Ulan Bator nach Hause kommen soll. Also klickt einfach hier rein dann kommt Ihr auf Michas Seite.


Geschrieben von Olaf am 30. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein | 2 Kommentare

Almaty – Barnaul

Nach 3 Wochen Aufenthalt in Almaty sind wir endlich wieder weiter in Richtung Russland. Die Strecke zwischen Almaty und Semey war sehr geprägt von hügliger Landschaft mit vielen Schafen und Pferden. Die ersten Tage ging es immer schön hoch und runter, dann wurde es flach dafür hatten wir dann starken Gegenwind, also keine Erholung. Seit ein paar Tagen hat sich das Wetter schlagartig geändert, nach einem Tag starken, kühlen Nordwind und Regen sind die Tagestemperaturen plötzlich von 35 Grad auf 15 Grad und die Nachttemperaturen in den Frostbereich gepurzelt, morgens ist das Wasser in den Flaschen eingefroren.  Da Michaels Visum für Kasachstan am 07.09. abgelaufen ist mussten wir von Ajaköz bis Semey den Zug nehmen, was gar nicht so einfach war. Nach mehreren Stunden immer wieder nachfragen am Schalter stellte sich heraus das wir mit den Rädern nicht direkt nach Russland fahren können da es keinen Gepäckwaggon gibt. Also sind wir erstmal bis Semey gefahren und wollten von dort Tickets nach Barnaul in Russland kaufen, jetzt bekamen wir die Auskunft das es über die Grenze überhaupt keine Züge mit Gepäckwagen gibt. Super!!! und was nun?
Also sind wir zum Busbahnhof und haben dort 6 Plätze im Bus nach Barnaul gekauft, 3 Plätze für uns und 3 für die Räder. Aber lange Rede es hat funktioniert und Micha bekam keinen Stress es wurde nämlich schon eng mit dem Visum. So sind wir nun wieder in Russland in Sibirien in Barnaul. Jetzt ruhen wir uns 2 Tage aus und rüsten uns für die Strecke durchs Altai zur mongolischen Grenze.


Geschrieben von Olaf am 8. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein | 4 Kommentare