Galati – Odessa

 10. Mai 2009 in der Kategorie Allgemein , 3 Kommentare

Nach Galati ging es nach nur zwei Stunden Aufenthalt für drei Stempel und mehrfachen Erklärungen, dass wir keine Motorräder sondern Fahrräder haben, über die Grenze in die Ukraine und raus aus der EU was uns auch mehrfach gesagt wurde.

Hier sind wir noch fast 200km durchs Donaudelta gefahren. Das Land ist sehr stark landwirtschaftlich genutzt und es scheint das die Kolchosen hier weiter geführt wurden. Riesige Felder und Fischereizuchtbetriebe die alle intakt sind, anders als in Rumänien wo fast alles von Kleinbauern beackert wird. Die Landschaft bietet nicht viel Abwechslung dafür aber die Tierwelt, ohne Ende Vögel, Schlangen und Fische. Wir haben das erste Mal Pelikane in freier Wildbahn gesehen. Hier im Delta gestaltet sich die Suche nach Unterkünften etwas schwierig, da die Orte nicht auf Touristen eingestellt sondern für работй, работй. Hier können wir endlich unsere stark eingerosteten Russischkenntnisse auffrischen. Es ist sehr von Vorteil, dass wir alles lesen koennen und wir lernen jeden Tag dazu und können mittlerweile wieder halbwegs sinnvolle Sätze sprechen. In Tartarbunary haben wir mal ein paar Touristen getroffen, die drei Männer aus Österreich machen eine dreiwöchige Osteuropatour mit Motorrädern, es war ein fröhlicher Abend, aber das letzte Bier war wohl schlecht. Der nächste Tag lief ein wenig teigig an vor allem weil wir auch noch starken Gegenwind hatten.

Am 08.05. sind wir in Odessa eingelaufen wo wir schon wieder mal eine glückliche Begegnung hatten. Livia war gerade im Hauptbahnhof um eventuell eine Touristinformation zu finden während ich draussen an den Rädern wartete. Auf einmal parkt neben mir ein Fahrzeug ein Mann steigt aus begrüsst mich auf englisch und drückt mir mehrere Minimaps of Odessa in die Hand. Auf die Frage ob er eventuell ein gutes preiswertes Hotel kennt gibt er sich als Direktor des Touristikamtes von Odessa zu erkennen, zückt sein Handy und ruft ein Hotel an und reserviert uns ein Zimmer. Entweder ich sah so hilflos aus oder ich habe einfach das Glück der Dummen. Ist egal wir haben jetzt ein Zimmer im Hotel Moldova im sechsten Stock und schauen von unserem riesigen Balkon aufs Schwarze Meer fuer 38€ pro Nacht mit Frühstück. Wir bleiben jetzt vier Tage hier und waschen erstmal unsere Plünnen, es war notwendig.

Gestern 09.05. war in allen Staaten der ehemaligen Sowjetunion ein grosser Feiertag (welcher brauchen wir wohl nicht erwähnen) die Menschen waren alle rausgeputzt und brachten Blumen an die unzähligen Denkmäler des Vaterländischen Krieges, wir sahen sehr viele Veteranen in Uniformen von oben bis unten mit Orden behangen. Besonders beeindruckt hat uns wie oft wir kleine Kinder sahen die den alten Helden Blumen übergaben und sich bedankten. Abends gab es Salutschüsse und Feuerwerk.

Wir haben versucht eine Fähre von Odessa nach Sewastopol zu bekommen aber leider fährt die nur im Sommer, dann müssen wir wohl doch Fahrrad fahren es sind noch knapp 700km zur Grenze nach Kerch und wir können erst ab 01.06. nach Russland es ist also noch viel Zeit. Am 12.05. fahren wir Richtung Krim und werden uns von dort wieder melden. Viele Grüsse Livia und Olaf.

Brasov – Galati

 10. Mai 2009 in der Kategorie Allgemein , Ein Kommentar

Von Sibiu sind wir weiter Richtung Osten nach Brasov gefahren. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen so das wir kurz entschlossen einen Tag Sightseeing eingelegt haben, um uns die Stadt anzusehen. Haben ein nettes Hostel gefunden welches international belegt war. Die Stadt ist bei Amerikanern und Australiern immer auf der Liste bei einer Europareise und es lohnt sich.
Von Brasov ging es weiter nach Nordosten wo wir auf einmal in einer Stadt “Targu Secuiesc” gelandet sind in der 98% Ungarn leben, wir haben eine sehr schoene und liebevoll gefuehrte Pension gefunden. Von Targu ging es ueber unseren letzten Karpatenkamm nach Lepsa wo wir mal wieder die rumaenische Gastfreundschaft live erlebt haben. Wir kamen in den Ort und es stellte sich heraus das er voller Ausfluegler war und keine Unterkunft frei war. Wir wollten gerade den Ort verlassen und unser Zelt an den Fluss stellen da spricht uns in einer Baustelle ein Mann auf englisch an, auf die Frage nach Unterkunft lud er uns in sein Haus ein. Die Familie hatte schon Freunde zu Besuch und hatte das Haus voll wir wollten unser Zelt im Garten aufstellen was von der Dame des Hauses empoert abgelehnt wurde. Wir sind ihre Gaeste und bekommen die Couch im Wohnzimmer neben dem Kachelofen. Der Abend bei selbstgemachten Wein und viel leckerem Essen war sehr lustig. Nochmal Vielen Dank an Vasile, Lori, Titica, Emile und Nina.

Ohne weitere Besonderheiten fuhren wir nach Galati und haben Rumaenien durchradelt. Das Land ist sehr interessant und sehenswert. Wir werden auf jeden Fall einmal wiederkommen. “Molto mesc Romania”

Budapest – Sibiu

 25. April 2009 in der Kategorie Allgemein , 8 Kommentare

Nachdem wir Oles Fahrrad wieder fahrtauglich hatten (Felgenriss) konnten wir endlich nach nur zwei Tagen Zwangspause kurz hinter Budapest weiter. Dank der tollen und fachlich sehr guten Hilfe des Fahrradladens “Nella” in Budapest ist wieder Alles wie vor der Panne.

Die ungarische Tiefebene war noch recht hart, da der Wind es nicht gut mit uns gemeint hat. Ab Rumaenien kurz hinter Oradea ging es dann auch schon in die Anfaenge der Karpaten. Zum Teil recht steile Rampen, aber alles sehr gut zu schaffen das einzige Problem waren die Strassenzustaende, direkt ein guter Materialtest. Zwei kleinere Paesse haben wir auch schon in den Beinen, die Belohnung dafuer hatten wir dann oben, wunderschoene Ausblicke und traumhafte Landschaften. Die kleineren Doerfer sind hier in Rumaenien sehr sehr arm, aber wieder liebe Menschen. Mit Livis Freunden den Strassenhunden hatten wir zum Glueck auch noch keinen groesseren Aerger.

Nun sind wir in Sibiu, Hermannstadt angekommen, eine sehr schoene alte Stadt. An unserem Ankunftsabend wurden wir mit einem Feuerwerk und einem Konzert auf dem “Piata Mare” willkommen geheissen. Fuer morgen haben wir uns ein Auto gemietet und wollen das Schloss von Dracula und einen Gletschersee auf 2230m Hoehe anschauen. Etwas Entspannung fuer die Muskeln muss auch mal sein.

Montag geht es dann ausgeruht und mit erholten Muskeln wieder auf die Strasse in Richtung Brasov und weiter nach Galati.

Allen daheim gebliebenen viele liebe Gruesse Livia und Olaf.

Gastfreundschaft

 14. April 2009 in der Kategorie Allgemein , 2 Kommentare

Wir sind kaum 2 Wochen unterwegs und haben schon wieder sehr nette Menschen getroffen. In Deutschland an der Elbe zum Beispiel hat uns ein lieber älterer Herr auf dem Fahrrad von Stadt Wehlen bis Königstein als ortskundiger Reiseführer begleitet und viel über das Elbsandsteingebirge erzählt.

Oder aber auch in Budapest, wo uns an der Donau durch Zufall ein Hoteldirektor angesprochen hat und uns ein Doppelzimmer für einen Freundschaftspreis reserviert hat. An dieser Stelle nochmals vielen Dank -  “Köszönöm” an Georg Schmidt den Herrn mit dem typisch ungarischen Namen.